Oberkommando Cardassia



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 Betreff des Beitrags: Das Fest des Salzes
BeitragVerfasst: 7. Apr 2014, 21:48 
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Genaue Beschreibung aus einer sehr schönen Kurzgeschichte der mela.cardassianischen Botschaft entnommen und umgeschrieben als Dokumentation


Am „Fest des Salzes“,

dem siebten Tag nach der Geburt, präsentierten cardassianische Eltern ihr Kind der Öffentlichkeit und in einer Zeremonie wird dem Kind von der ältesten Vorfahrin ein Name gegeben. Zu diesem freudigen und stolzen Tag werden immer viele Leute eingeladen, die Verwandten, die Freunde und Nachbarn und jeder Cardassianer, der sich mit über die Geburt eines weiteren cardassianischen Staatsbürgers freuen will.

Re’bot-J’ktan ist für die Cardassianer eine geheiligte Zeremonie für die bestimmte Reinheitsgebote gelten. Vor allem aber dürfen nach cardassianischer Überlieferung keine Nicht-Cardassianer an dem Ritus teilnehmen. Es wäre eine schwere Beleidung. Dieses mißtrauische, xenophobe Volk, das so stolz auf die eigenen Traditionen ist, glaubt nämlich, daß die Wesenseinheit aller Cardassianer dadurch angetastet wird.

Zur Zeremonie sind traditionell alle in Schwarz gekleidet - in Farben, die für Dinge stehen, die den Kind gewünscht werden: vor allem Leben und Kraft - und Ihre Stirnknorpel sind schwarz ausgemalt. Es werden schwarze Tücher und Flaggen an den Wänden und Decken der Zeremonienstätte aufgespannt. Weiß gilt im Cardassianischen als die Farbe des Todes.

ZERMONIENEINLEITUNG

Nacheinander gehen die Cardassianer zu einer großen Kerze, die üblicherweise in der Mitte des Raumes neben einem alten Ahnenschrein aufgestellt wird und verneigten sie dabei tief vor einem in Stein gehauenen Geschlechtsregister, nehmen einen Stein in die Hand und zünden dann eine Kerze an, die sie mit zurück auf ihren Platz nehmen.

In der Mitte des Zeremonienraumes wird ein Baldachin aufgebaut, dessen Stangen von mehreren Männern und Frauen gehalten wird. Sie stehen üblicherweise bewegungslos. Links und rechts davon stehen zwei Frauen und zwei Männer mit standartenähnlichen Stäben in den Händen, an deren Enden kleine metallene Kügelchen oder rot und grün lackierte Mondsicheln und Sterne an Kettchen hängen.

Von Zeit zu Zeit werden diese Kügelchen und Kettchen mit einen singenden Geräusch zum herumkreisen gebracht, bis dann Verwandte vortreten, sich widerum vor dem Ahnenschrein verneigen und ihre eigenen Kerzen anzünden. Jeder dieser Steine steht für einen Ahnen und sie glauben daß, die Form jeden Steines etwas über den Charakter des Kindes aussagt.

„Das ist das Symbol für das Licht des Lebens. Wärme soll das Kind immer begleiten und ein Licht auf seinem Weg scheinen.“

Als letztes tritt dann der/die Familienälteste vor den Ahnenschrein und setzt sich auf einen
alten normalerweise antiken, hölzernen Stuhl, einem Erbstück das von Generation zu Generation weitergegeben wird für genau dieses Zeremonium. Bis zu diesem Zeitpunkt herrscht Schweigen bei der Zeremonie.

HAUPTTEIL

Dann beginnt die familienälteste Person ein traditionelles Lebensbeginn-Lied zu summen in das alle einfallen. "Ein Kind zum Ruhme Cardassias." Danach kommen Vater, Mutter und Kind in dunkelgrünen Gewändern herin. Grün gilt als recht beliebte Farbe der Hoffnung und Lebenskraft bei den Cardassianern.

Fremdartige Instrumente setzten ein, unterstützten den Gesang, während sich hinter dem Elternpaar der Kreis um den Baldachin wieder schließt. Wenn die Hymne verstummte, beginnen die Metallstäbe wieder zu singen und die Eltern verbeugen sich tief vor dem Ahnenschrein und der Familienältesten Person. Sie präsentierten nun ihr Kind.

„Siehe ehrenwerte(r) Urahn(in), dies ist unser Kind. Wir bringen es Dir, damit es einen Namen erhalte.“. Der Vater legt dann den Säugling unter dem Baldachin. Woraufhin der/die Älteste folgendes spricht "Erkennst Du dieses Kind als Dein eigen Fleisch und Blut, von dir gezeugt, von Dir geliebt, von Dir erzogen, an?“ „Ja, dies ist mein Kind. Ich will bei ihm sein als ein guter Vater.“ „Meine Verwandten, wollt ihr diese Kind als Teil unseres Hauses in Eure Gemeinschaft aufnehemen, ihm beistehen, des lehren und schützen?“

Unter entsprechendem Applaus und dem Kreisen der Klangstäbe ruft nun jeder der Anwesenden: „Ja, dies ist unsere Verwandte!“ Mit diesen Worten beschworen sie die Gemeinschaft und bestätigten die Zugehörigkeit des Neugeborene zur Familie. Mit dem Ritual des „Sh`ru Bejme´ta“ werden in Cardassia auch Onkel, Tanten und und alle anderen Angehörigen in die Familenpflicht genommen das Kind großzuziehen, anzuleiten und zu schützen.

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n. nicht fertig

Der Jubel verstummte, als die Ur-Ur-Großmutter sich mühsam herbabeugte und das Mädchen auf ihre dünnen, alten Arme nahm. Es war ein schönes Bild, fand Rano, die die uralte Cardassianerin mit dem neugeborenen Kindlein. Ihr zahnloser Mund lächelte, als sie das nackte kleine Geschöpf zärtlich in ein Tuch der dunkelgrünen Marak-Farbe wickelte. Sie küßte das Baby auf die zarte Meshava (löffelförmiger Stirnknorpel) und hob es dann hoch, so daß alle es sehen konnten: „Ein neues Kind ist uns geboren, damit unser Geschlecht fortbestehe und zahlreich werde zum Glanze Cardassias!“

„La’yim!“

Ogurien und Waldflöten stimmten das „K’l od B`levak avda H’tik virusha.“ an und alle fielen ein. Es war eine alte, getragene Melodie, deren Ursprünge weit in die Geschichte zurückreichten. Ihr Klang war fremdartig und geheimnsivoll und doch vertraut. Sie erschien Vedek Rano wie der warme Segen, mit dem Bajoraner ihre Kinder begrüßten, das liebevolle „Erwache Kind.“. Die weiche Melodie, die von der Hoffnung sang, hatte nichts von dem militärischen Pomp vieler cardassianische Lieder an sich, doch die Werte die dahinterstanden, die Ehre der Familie und die Treue zum Staat, waren zweifelos vollkommen cardassianisch.

Es war eine eingängige Melodie von der viele Verse gesungen wurden, dennoch wagte Vedek Rano nicht mitzusingen. Er fühlte, daß er beobachtet wurde und fürchtete die Familie Marak oder andere Cardassianer könnten es als Beleidigung auffassen, wenn er versuchte ihre Rituale durchzuführen. Zudem war er sich nicht ganz sicher, ob die langsamen, kreisenden Bewegungen der Hände einiger Männer und Frauen über der Kerze etwas zu bedeuten hatte.

Erst als Chaja ihn sachte anstieß und ihn aufforderte mitzumachen, stimmte er mit seiner klangvollen Baritonstimme in den letzten Vers ein. Gleichzeitig jedoch wurden seine Befürchtungen bestätigt. Selims Blick brannte zu ihm herüber. Die Augenwülste unwillig zusammengezogen funkelte der junge Cardassianer den bajoranischen Botschafter empört an. Ganz offensichtlich fiel es Selim schwer ihn hier bei diesem heiligen Rital zu akzeptieren oder sich an den Gedanken zu gewöhnen einen Bajoraner als Har´n-K´dmar zu haben. Er war so lange in Kriegsgefangenschaft gewesen, daß er nicht aufhören konnte die Föderation als Verbündete der Romulaner zu haßen. Für einen Augenblick fragte Rano sich, was der Jüngling durchgemacht hatte, um so agressiv und mißtrauisch zu sein.

Auch Chaja hatte Selims funkenden Blick bemerkt. Um so freundlicher lächelte sie den Vedek an: „Ur-Ur-Großmutter wird nun zusammen mit den M´ters´tan den traditionellen Segen sprechen.“

Und tatsächlich erhob die alte Frau ihre mageren, faltigen Arme, legte die Mittelfinger über die Zeigefinger und preßte die Daunen aneinander, so daß ein Dreieck entstand - das Zeichen des Segens, das Rano schon auf New Espen kennengelernt hatte.

„Höret alle meine Ahnen, höret Verwandte, uns ist ein Kind geboren! Unser Geschlecht wird fortbestehen und nicht ausgelöscht werden vom Erboden! Segen ist diesem Hause wiederfahrenen, darum seit fröhlich. Ja, diese Tochter bringe alle Zeit Freude in unser Haus!“

Die Klangstäbe wurden gekreist und die Greisin wandte sich an Laron Marak: „Segen, daß Dein Same lebendig bleibe auf dem ganze Erdboden und werde so zahlreich wie der Sand der Wüste!“. Darauf hin wandte sie sich an Ceat, „... und Deine Nachkommen wie das große Wasser.“

Die M´ters´tan wiederholten ihre Worte und Vedek Rano mußte unwillkürlich lächeln. Das Bild von Sand und Wasser gehörte offenbar zu den kulturell universalen Methaphern.

Die Ur-Ur-Großmutter fuhr fort: „Eine gute Mutter ist der Regen zur rechten Zeit, Wasser für die Saat, eine reiche Ernte.“

Die Stangenträger ließen ihre Stäbe surren und die M´ters´tan sprachen auch diese Worte nach, indem sie Hände auf Ceat legten.

„Sie ist wie beste Gerste, ein Garten der Fülle, Früchte des neuen Jahres!“, sprachen Ur-Ur-Großmutter Marak und die M´ters´tan die alten, poetischen Worte einer längst vergangenen, agrarischen Zeit. Es war erstaunlich, wie sich Tradition und Moderne hier verbanden. Dann legten sie ihre Hände auf den Erzeuger des Kindes.

„Ein guter Vater ist wie ein Baum, seine Krone streckt sich in den Himmel, seine Äste sind stark und Schutz ist unter seinen Zweigen für Cardassianer und Vieh. Er ist fest in seinem Grund und biegsam in seinen Ästen und weiß was die Zeit verlangt.“

Rano spührte, wie er bei diesen Worten lächelte. Es waren die Erinnerungen an eine andere Zeit, an ein anderes Cardassia, das in diesen traditionellen, bilderreichen Worten mitschwangen. In den feierlichen Handlungen der Zeremonie war immer noch einwenig von dem kultivierten, spirituellen Volk, das die Cardassianer einstmals gewesen waren zu spühren. Längst verschüttet zwar und verdrängt über die Jahrhunderte, wie der Glaube an die erbarmungsvollen Götter, aber doch noch lebendig in den Traditionen. Früher, viele Jahre bevor das Militär herrschte, ehe Hunger und Not sie auf den Weg der Gewalt geführt hatten, mußten die Cardassianer den Bajoranern sehr ähnlich gewesen sein. Dieser Gedanke kam Rano Voti ganz plötzlich.

Doch diese Unschuld war längst verloren. Auch das war dem Vedek klar. Hebitia war Vergangenheit und Cardassia war heute eine Welt voller Risse. Der funkelnde Blick Selims, eines jungen Soldaten, der fat noch ein Kind war oder der kalte Stolz der verbitterten Rana Demica zeigten es. Es war ein trauriger Gedanke, aber er wollte jetzt nicht traurig sein. Das Fest des Salzes war ein Tag des Glücks. Darum wand Rano seinen Blick von Selims trotzigen Gesicht ab und konzentierte sich auf das Geschehen.

Ceat und Laron Marak sahen sich glücklich an und verneigten sich voreinander. Dann trat die Cardassianerin ein Stückchen weiter unter den Baldachin, damit die Ur-Ur-Großmutter ihre Hände auf ihr Kind legte.

„Ein Kind zur Ehre deiner Mutter und Lob Deines Vaters! Kraft und Würde seien Dein Gewand, voller Geduld und Klugheit Dein Gang, tue allezeit den Mund auf mit Weisheit und steh mit Wort und Tat zum Ruhme Cardassias!“

Wie alles im cardassianischen Leben war auch die Geburt und Namensgebung eines Babys auf den Staat und die Familie hin gedacht. Ein sehr, sehr strenges System, aber auch voller Hingabe und Selbstaufopferung.

Die Stäbe kreisten abermals und die Cardassianer riefen laut: „La’yim!“. Dann spielten Waldflöte und Ogurien und Rano spührte Chiana kleine, warme Hand in seiner. Sie zog an seinem Arm und drängte: „Laß uns als erstes unsere Steine übergeben. Das bringt Glück!“

Der Vedek schaute auf den kleinen Stein in seiner Hand und blickte Chaja dann fragend an.

„Eine Art rituelle Berührung des Kindes durch alle unsere Ahnen.“, erklärte sie. „Es muß erst in unsere Gemeinschaft aufgenommen werden und allen Ahnen vorgestellt werden, ehe es einen Namen erhält, denn wir glauben, daß der einzelnene ohne seine Ahnen, ohne sein Volk ein Nichts, ein verdorrendes Blatt im Wind ist.“

„Was muß ich tun?“

„Wenn die M´ters´tan das Zeichen geben, treten sie zu Mutter und dem Baby. Drücken Sie dann ganz sachte ihren Stein gegen die Meshava dies Kindes und sagen Sie: „Segen von Ahnin Darna Likon.“
Chaja lachte leise: „Eine Pristerin am Tempel aller Sonnen.“

„DER Tempel aller Sonnen? Ich habe gehört er sei 2335 vom Obsidianischen Orden zerstört worden.“

„Ja, das ist wahr! - Sie kennen sich erstaunlich gut in unserer Geschichte aus. - Der Tempel aller Sonnen hatte die Jahrtausende seit der Hebitianische Zivilisation auf der kleinen Insel vor der südlichen Küste von Mil Drelar überlebt.

Doch das Zentralkommando und der Orden fürchteten die kleine, dort verbliebene religiöse Gemeinschaft könne die Staatsmoral untergraben und den Glauben an das Zentralkommando schwächen. Deshalb haben sie den Tempel niedergebrannt. - Meine Vorfahrin lebte aber viele Jahrhunderte vor diesen Ereignissen in der Zeit der ersten Republik. Wir haben ihren Stein für Sie ausgesucht, Vedek, weil wir glaubten, daß Sie sich mit einer Pristerin eher identifizieren können, als mit einer Kriegerin oder einem Feldherr.“

Rano folgte Chiana Beispiel, die sich vor dem Ahnenschrein verneigte und ihre Kerze in eine dafür vorgesehene Bodenische steckte, so daß um den Baldachin ein Halbkreis aus leuchtenden Kerzen war. Dann traf sein Blick Laron Maraks. Er nickte ihm aufmunternd zu und Rano trat zu dem Neugeborenen, das in Ceats Armen schlief.

Es war ein süßens Kind mit einen kleinen, rosa Mündchen, feinen, glatten, kaum entwickelten Augenknorpel und einer winzig kleinen Meshava. Seine dunkelgraue Haut war so glatt und so zart wie die jedes bajoranischen Babys. Die hornigen Schuppen würden sich offenbar erst später bilden.

Er lächelte die cardassianische Mutter an und drückte kurz ihre Hand, ehe er mit seinen Stein die zierliche Meshava des Säuglings berührte. „Segen von Ahnin Darna Likon.“, sagte er laut und fügte in Gedanken an. „Mögen Dich die Propheten segnen Du kleines, süßes Wesen.“ Erstaunt über die Berührung des kalten Steines öffnete das Baby die Augen und sah Rano an. Dann gähnte es herzhaft und krallte seine winzigen Finger in den Arm seiner Mutter.

Es dauerte eine ganze Weile, bis jeder seinen Stein dargebracht hatte und somit alle Ahnen ihre junge Nachfahrin gesegnet hatten. Dann war der große Augenblick der Namensgebung gekommen. Gemäß der cardassianischen Sitte benannten nicht die Eltern ihr Kind, sondern die älteste noch lebende Verwandte. Als Tribut an die Würde und die Weisheit ihres Alters, war es ihre Aufgabe durch die Beobachtung des Kindes in den letzten sieben Tagen den geeigneten Vonamen herauszufinden.

Unter dem Kreisen der Stäbe und dem Klang von Waldföten und Ogurien traten die Eltern den Kindes vor und die alte Cardassianerin legte die Spiten ihrer Finger auf die Meshava die Kindes: „Empfange nun Deinen Namen: Hilora!!“

„Hilora!!“, riefen die Stangenträger und ließen wie toll ihre Klangketten kreisen und alle antworteten laut: „Hilora!!“ und klatschten begeistert.

Die Rufe der Cardassianer verstummten, als die Ur-Ur-Großmutter vorsichtig das Kind auf ihren Arm nahm und aus der dunkelgrünen Decke nahm. Atemlose Stille folgte, als die M´ters´tan eine goldene Schüssel mit Salz und die Ahnentafel brachten.

Rana Demica verneigte sich in alle Himmelsrichtungen und griff dann mit einer Hand tief in die goldene Schale. Dreimal ließ sie das Salz durch ihre Finger gleiten, ehe sie es es erst auf Bauch und Glieder und dann auf den Kopf des kleinen Kindes streute.

Gerne hätte Rano eine Erklärung für diese Sitte gehabt, aber Chaja neben ihm war völlig verstummt und beobachtete die Szene gespannt. Aus ihrer Haltung und dem atemlosen Schweigen der Menge ließ sich schließen, daß dieser Akt weit mehr bedeutete, als es nach außen erscheinen mochte.

Jede der M´ters´tan wiederholte diesen Akte. Dann legte die Ur-Ur-Großmutter den Säugling wieder in den Arm seiner Mutter zurück und man reichte ihr die Ahnentafel. Da sie aber blind war und nicht mehr sehen konnte was sie nun in das Geschlechtsregister eintragen sollte, legte Rana Demica ihre Hand unter ihre und schieb für sie, während die alter Frau verkündete: „Unauslöschlich, mit Feuer gezeichnet,auf alle Zeiten, steht hier der Name unserer Verwandten: Hilora Marak, jüngste Dukessa Jylan tal Aram k´an Rado Masao!“

„M`s´etok!“ Jäher Jubel brach aus, als das helle Licht des Brennphasers verblaßte und Rana Demica und die M´ters´tan Salz in die Menge warfen. Ogurien und Waldflöten spielten ein wildes Triumphlied und alle klatschten in die Hände und sich gegenseitig auf die Schultern.

„M`s´etok!“. Chiana quikte vergnügt und drückte ihren Adoptivvater und alle Umstehenden überschwenglich an sich. „M`s´etok!“.

„M`s´etok, Chiana!“. Chaja streichelte die kleine Cardassianerin über die Haare und schenkte ihr dann ein schwarzes Band. „M`s´etok!“

„Oh, danke!“, stahlte das kleine Mädchen. „Ich wollte heute morgen schon ein schwarzes Band in mein Haar haben, aber Kali fand dieses triste und traurige weiße Band würde schöner aussehen.“

Rano schaute zwischen Chiana und Chaja hin und her. „Welche Bedeutung hat dieses Band?“, fragte er dann. „Habe ich einen Fehler gemacht.“

Chaja schwieg einen Augenblick, während wie nach den richtigen Worten suchten: „Nun ja... Unsere Farbenlehre ist anders als die der Bajoraner oder der Menschen. Für uns ist Schwarz die Farbe des Lebens und der Kraft, denn die Nacht ist schwarz, die uns Regen und Feuchtigkeit bringt oder der mächtige Esrak, der cardassianische Hai, der ganz schwarz ist. Weiß hingegen ist eine Nicht-Farbe, eine Farbe der Trauer und des Todes. Das ist schon seit hebitianischer Zeit so. Es gibt nur sehr weniges auf Cardassia Prime, das von Natur aus weiß ist Das auffälligste darunter ist der Schnee, der alles Leben vernichtet. Im Schnee können weder Cardassianer noch Vieh leben. Wenn der Schnee aufgrund von Wetterkatastophen die winzigen Polregionen verläßt, dann bringt er Unglück und Tod über das Land. Unter seinen weißen Hauch erstribt alles: Die Pflanzen, Tiere und Cardassianer. Die Kälte vernichtete alles.“

Jetzt begriff Rano vieles besser: Die Affinität der Cardassianer zu dunkeln Farben, Chiana eigensinnige Weigerung an diesem Morgen eine weiße Haarschleife zu tragen und ihre unschuldige Behauptung Föderationsschiffe würden so traurig aussehen.


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