Oberkommando Cardassia



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 Betreff des Beitrags: Literatur
BeitragVerfasst: 18. Feb 2014, 23:29 
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IM ALLGEMEINEN

Im Vergleich zu den anderen Aspekten cardassianischer Kultur ist die Literatur auch außerhalb der Grenzen der Union bekannt und wird dort gelesen. Auch wenn sich die cardassianische Literatur in Fachkreisen längst einen Namen gemacht hat, wird sie jedoch von weiten Teilen nicht-cardassianischer Leserschaft nicht verstanden und oftmals abgelehnt.

Es ist wichtig die cardassianische Literatur nicht losgelöst vom Kontext ihrer Entstehung, dem cardassianischen System, der Mentalität und der tiefen Verbundenheit des Bürgers mit der Autorität des Staates zu betrachten. Für sich genommen und als Werk isoliert dem unwissenden Leser präsentiert, muß ein Erklärungsversuch einfach scheitern.

Ich beschränke mich in meiner kurzen Darstellung auf die cardassianische Literatur seit der Ersten Republik.

FRÜHWERKE DER ERSTEN REPUBLIK

Zwar gab es gerade in der Antike eine schriftstellerische Blütezeit und auch werden die klassischen Werke wie „Die Sonne und der leise Schein" von Kara Kanas, noch in der alten Symbolschrift notiert, nach wie vor hoch geschätzt und zählen zu den größten kulturellen Errungenschaften Cardassias. Ihre Lektüre gehört zur Pflicht jedes cardassianischen Schülers und ihr Stil und ihre Satzmelodie sind einzigartig.

Auch wird der besondere Wert der antiken Literatur von niemandem außerhalb des cardassianischen Raumes bestritten. Die Schönheit und Ästhetik der alten Werke erschließt sich ohne Schwierigkeiten auch einem Nicht-Cardassianer.

Deswegen erscheint es mir wichtig, die zweite wichtige Literaturform auf Cardassia ebenfalls einem interessierten nicht-cardassianischen Publikum nahezubringen und zu erläutern, worin aber Verständnisschwierigkeiten liegen.

Ich tue dies in der Hoffnung, das diese durch Aufklärung zu beiseitigen sind, und um dem Leser die Möglichkeit zu geben, die Ästhetik und das in sich geschlossene, perfekte System der neuen und modernen cardassianischen Literatur seit der Zeit der Ersten Republik zu verstehen und sich daran zu erfreuen.

DAS VERSTÄNDNIS DES LITERARISCHEN PRINZIPS DER "REPETIERENDEN MORAL"

Wie es allgemein noch bekannt ist, folgt die neue cardassianische Literatur dem Prinzip der „repetierenden Moral" - ein Konzept, das nicht verstanden werden kann, wenn man keinen Einblick in die tiefe Verknüpfung zwischen einem einzelnen cardassianischen Staatsbürger und der Autorität des Staates hat. Zur cardassianischen Philosophie gehört der feste Glaube an die Autorität des Staates und der Respekt vor dieser.

Es ist seine höchste Aufgabe, sein Leben, sein Handeln und sich selbst dem Staat unterzuordnen und dessen Bedürfnisse und Stabilität mit allen Mitteln zu gewährleisten. Als Gegenleistung ist sich der Bürger gewiß, daß der Staat für seine Sicherheit garantiert und sich um alle seine Belange kümmert.

Der Staat sorgt für eine sehr gute Ausbildung, spezielle Föderung der Fähigkeiten des einzelnen, die kulturellen und intellektuellen Bedürfnisse, für Recht und Ordnung durch ein perfektioniertes Rechtssystem, ein umfangreiches medizinisches System, zu dem jeder Bürger freien Zugang hat und für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung, so daß seit hunderten von Jahren kein cardassianischer Bürger mehr hungern mußte oder ohne Obdach war.

Im Gegenzug erwartet der Staat bedingungslose Loyalität und Unterstützung. Dieses Prinzip ist es, was den cardassianischen Staat ausmacht und den Glauben der Bevölkerung an dessen Autorität festigt. Wie sich zum Beispiel das cardassianische Rechtssystem den Bedürfnissen der Bürger unterordnet und diesem durch jeden öffentlich ausgestrahlten Prozeß zeigt, daß der Staat – und damit das Gute – am Ende immer siegreich ist, selbst wenn das Wohl des einzelnen diesem hohen Ziel gelegentlich geopfert werden muß, was jedoch gerne gemacht wird, weil es aus einer tiefverwurzelten Philosophie entspringt und jedem Cardassianer bereits mit der Geburt so beigebracht wird, so ordnet sich auch die Literatur diesem Staatsprinzip unter.

Die repetierende Moral, die sich besonders beispiel– und musterhaft in „Das ewige Opfer" von Prelok wiederfindet und der als der vollkommenste aller cardassianischen Romane gilt, der je geschrieben worden ist, zeichnet sich vor allem durch ihre Regelhaftigkeit, ihre Verläßlichkeit und die absolute Abwesenheit von überraschenden oder gar unerfreulichen Wendungen aus.

Was von Angehörigen mancher Völker, deren Leben von Unsicherheit, Zweifel am Staat und einer unruhigen Situation geprägt ist, oftmals als „langweilig" bezeichnet wird, ist für den Cardassianer Beruhigung, Bestärkung und Befriedigung gleichermaßen, da er in den Werken die Bestätigung all dessen findet, an das er glaubt und das für sein Leben an erster Stelle steht.

In diesem Buch wird die Chronik einer Familie über sieben Generationen beschrieben und gerade der Punkt, daß alle Charaktere selbstlos und aufopfernd dem Staat dienen, alt werden und sterben und sich mit der nächsten Generation die Geschichte wiederholt, stößt auf Unverständnis, wenn man nicht mit der cardassianischen Philosophie vertraut ist.

Dem Vorwurf, daß keine Figur richtig „lebendig" wirkt, charakterlich individuell mit Stärken und Schwächen ausgestaltet ist, kann entgegengehalten werden, daß dieses die volle Absicht der Autoren ist. Schließlich soll nicht das Leben eines Individuums dargestellt werden, sondern der perfekte durchschnittliche Cardassianer als Archetyp im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Auch ist ein Hauptvorwurf an der stereotypen Handlungsweise der Hauptpersonen, daß es „im Leben mehr gebe, als dem Staat zu dienen". Dieses ist jedoch die eingeschränkte Sichtweise einer Person, die einer Kultur entstammt, in dem die Autorität und Stärke des Staates keine Bedeutung haben und keine Werte sind, auf die man sich verlassen kann.

Doch das ist genau der Punkt: Die repetierende Moral ist die eleganteste Form der cardassianischen Literatur und sie erfüllt weniger den Zweck, die Leser mit belangloser Kurzweil zu unterhalten und ihnen triviale Begebenheiten zu erzählen, denen weder Moral noch eine Botschaft innewohnt.

Cardassianer haben genügend andere Methoden zur Zerstreuung. Ihre Literatur dient dem höheren Zweck, sie in ihrer Philosophie zu bestärken und ihnen wieder und wieder zu beweisen, daß der cardassianische Weg und das cardassianische Staatsprinzip die einzige Wahrheit sind.

WEITERE STRÖMUNGEN IN DER LITERATUR

Ebenfalls sehr berühmt im Ausland ist das Science-fiction-Werk "Meditations on a Crimson Shadow" des Autors Prelok geworden. Darin sagte er quasi den klingonisch-cardassianischen Krieg voraus.

Shogroth ist ein Autor vieler "enigma tales", die terranischen Detektiv- oder Kriminalromanen ähneln. Diese Romene enden stats damit, daß alle Hauptpersonen des Verbrechens überführt werden. Das Spannende daran ist festzustellen, wer welches Verbrechen begangen hat.

Währende der ersten Republik blühte auch zetiweise der "Serialismus", dessen berühmtester Vertreter Iloja of Prim ist. Eines seiner größten Bücher ist das "Unendliche Opfer" (in dem ein Cardassianer immer wieder zum Wohle des Staates Opfer bringt, um festzustellen dass er rückblickend das richtige getan hat, auch wenn er arm und krank ist.).


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