Oberkommando Cardassia



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 Betreff des Beitrags: Das Zentralkommando - Geschichte, Aufbau und Aufgaben
BeitragVerfasst: 17. Feb 2014, 00:25 
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Die Geschichte des Zentralkommandos:

Seit der Machtübernahme des Militärs war das politische System in der cardassianischen Union über 500 Jahre lang stabil und die Regierung stark. Seit dieser Zeit regierte offiziell das Militär auf Cardassia, welches unterteilt war in zwölf Orden, die wiederum dem Zentralkommando unterstanden.

Dem Zentralkommando oblag die Macht über das Militär, das in der cardassianischen Geschichte immer eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Das Militär hatte die Macht über die gesamte Flotte und sämtliche militärischen Einrichtungen defensiver und offensiver Natur – jedoch nicht über mehr.

Bezeichnend für das System war, daß es nicht einen einzelnen Führer gab, der wiederum das Zentralkommando regierte und die absolute Allmacht besaß, sondern daß es sechs hohe Offiziere waren, die gemeinsam die Regierungsspitze und quasi das Oberkommando des Zentralkommandos bildeten.

Jedoch bedeutete die Vorherrschaft des Militärs nicht, daß man der Willkür dieser oberen Legaten ausgeliefert war. Vielmehr gab es weitere, vom Militär unabhängige Instanzen, die ebenfalls in ihren streng definierten Zuständigkeitsbereichen ihrerseits Macht ausübten und dieses unabhängig vom Zentralkommando und ohne diesem unterstellt zu sein.

Dieses war zum einen der Obsidianische Orden - der cardassianische Geheimdienst und Sicherheitsdienst - , der für die innere Ordnung und für Stabilität sorgte und gleichzeitig Befugnisse hatte, die Aktivitäten des Zentralkommandos zu überwachen und der darüber informiert werden mußte, wenn größere Entscheidungen anstanden.

Logischerweise war das Zentralkommando nie besonders glücklich über diese Kontrollfunktion des Ordens und man versuchte, diesen so weit wie möglich aus militärisch relevanten Entscheidungen auszuschließen. Beide, sowohl Orden als auch Zentralkommando, hatten unabhängig voneinander theoretisch Rechenschaft vor dem D'Tapa-Rat abzulegen und dort in regelmäßigen Abständen ihre Aktivitäten offenzulegen. In der Praxis geschah dieses so gut wie nie.

Jede Seite mauschelte vor sich hin, versuchte mehr und Mehr Macht zu usupieren und im Endeffekt tat jeder, was er für richtig hielt und pfuschte dem andern nie so offensichtlich ins Handwerk, daß dieser sich gehalten fühlen konnte, den Rat darüber zu informieren. Viele Operationen des Obsidianischen Ordens, hatten gegen geltendes cardassianisches Recht verstoßen, so war es seit Jahrhunderten gewesen und obwohl es jeder wußte, gab es selten jemanden, der es wagte, etwas gegen den Orden zu sagen.

Da auch das Militär voller unrühmlicher und dubioser Handlungen war, hüteten das Zentralkommando sich, den Obsidianischen Orden zu kritisieren und umgekehrt. Nur so hatte das politische System Cardassias funktioniert. Es gab Konflikte, wenn Orden und Zentralkommando gezwungen waren, bei Aufgaben zusammenzuarbeiten und auch gab es Uneinigkeit über die Hierarchie und Prioritäten beziehungsweise über die Macht, über die unsere beiden Institutionen verfügten.

Gewisse Überschneidungen und Einmischungen in den Kompetenzbereich des jeweils anderen waren niemals zu vermeiden. Dennoch schafften es die beiden Institutionen immer wieder sich zu arrangieren.

Die Aufteilung des Staatswesens in diese unterschiedlichen Räte und Institutionen, die volle Machtbefugnisse in ihren jeweils streng definierten Aufgabenfeldern hatten, war das Prinzip der cardassianischen Gewaltenteilung und da die Cardassianer ein Volk waren, das einen natürlichen Respekt vor Autorität, dem Gesetz und festen Regeln hatte, war es stabil seit über fünfhundert Jahren, was für ein politisches System eine beachtliche Zeitspanne ist.

Um zum Beispiel im Zentralkommando aufzusteigen, durchlief man eine normale militärische Laufbahn und verdient machte man sich dort einzig und allein durch Leistung, militärisches Geschick und taktische Fähigkeiten. Selbstverständlich kam es immer wieder vor, daß es einigen Guls und Glinns zu lange dauerte, bis sie an der Reihe waren, in die Spitze des Zentralkommandos aufzusteigen.

Leider hatten manche dieser Personen auch noch gewisses Geschick darin, sich an den entsprechenden Stellen beliebt zu machen und dafür zu sorgen, daß man auf Beförderungslisten wie durch einen Zufall weiter nach oben rutschte, als man es verdiente. Wo wir derartiges beobachteten, wo einige Mitglieder des Militärs andere protegierten, machten der D'Tapa-Rat, besonders aber der Obsidianische Orden von ihrem Recht Gebrauch, das Zentralkommando auf einige Fehlentwicklungen innerhalb seiner eigenen Reihen hinzuweisen.

Insbesondere kamen diese Hinweise bei Gegnern oder Konkurrenten der protegierten und protegierenden Personen sehr gut an, so daß sich die meisten Korruptionsfälle und Versuche der Begünstigung im Vorfeld intern von selbst erledigten.

Das Zentralkommando versuchte sich vor diesem Eingriff abzukapseln, so daß einige unfähige Personen hoch in die Spitze des Militärs aufrücken konnten und es Intrigen, Neid, Feindschaft und Machtgelüste gab.

Die Herrschaft des Militärs setzte aber auch eine fatale Dynamik in Gange. Die Cardassianer wurden rastlose Eroberer, die immer mehr fremde Welten besetzten und ausplünderten. Jeder Krieg legte die Grundlage für neue Kriege und um sich gegenüber den Anhängern einer zivilen Regierungsweise zu legitimieren mußte das Zentralkommando immer wieder Kriege führen.

Dieses führte nach Innen zu Druck gegen Oppsositionelle und zur militärischen Überexpansion. Das Problem der militärischen und wirtschaftlichen Auszehrung gewann das erste mal im klingonisch-cardassianischen Krieg an Bedeutung, als die Cardassianer sich auch gegen die Breen verteidigen mußten und so ihre ohnehin knappen Ressourcen verbrauchten.

Diese Überbeanspruchung durch den Zweifronten-Krieg führte die Cardassianische Union erst in die Abhängigkeit von den Romulanern und dann in das fatale Bündnis mit den Sep´tarin. Obwohl es immer wieder Versuche gab die Militärdiktatur durch eine Zivilregierung abzulösen, gelang eine Demokratisierung und Reformierung des Systems erst nach dem Sturz des Zentralkommandos kurz vor Ende des Sep`tarin-Krieges.

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Das Zentralkommando

Das Zentralkommando war schon immer die Regierung der Cardassianischen Union, doch im Laufe der Geschichte hat das Zentralkommando viele tiefgreifende Veränderungen mitgemacht.

Schon während der Hebitianischen Zeit und später zur Zeit der Ersten Republik hatte das cardassianische Volk eine zentrale Regierung, die früher Tdar'n-Goran (Ministerrat) genannt wurde.

Der Tdar'n-Goran zerfiel, als sich die Regierung über die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der verheerenden Hundersnöte und der Ressourcen-Knappheit zerstritt und bürgerkriegsartige Zustände auf Cardassia Prime herrschten.

Erst mit der Machtübernahme des Militärs kehrte wieder Ruhe ein und eine zentrale Autorität wurde geschaffen: Das Zentralkommando.

Das Zentrakommando nach den Reformen

Nach wie vor ist das Zentralkommando ist die cardassianischen Regierung und damit die zentrale Entscheidungsgewalt. An der Spitze des Zentralkommandos steht ein vom Volk gewählter Legat, der mit einem Prädidenten zu vergleichen ist. Ihm zur Seite stehen die Minister (cardassianisch Goran genannt), die beratende Funktion haben und den Ministerien vorstehen.

Im Unterschied zum damaligen System hat es nach dem Abzug der Sep´tarin im neuen cardassianischen Staatssystem deutliche Reformen gegeben. Zwar steht Cardassia nach wie vor unter der Herrschaft des Zentralkommandos, dennoch haben neuerdings die ehemals beratenden Institutionen nun Mitspracherecht und in den bestimmten, ihnen zugewiesenen Kompetenzbereichen eigene Entscheidungsgewalt.

Dies dient der Gewaltenteilung und der Entschlackung des Staates, der Beschleunigung der Umsetzung sozialer Belange ohne Umweg über das Zentralkommando und die Vermeidung von bürokratischen uneffektiven Verfahrensweisen.

Kutur- und Wissenschaftsrat haben als fachlich kompetenten Institutionen genug Handlungsspielraum erhalten, um ohne Umweg und ohne Zustimmung des Zentralkommandos ihre Belange selbständig zu entscheiden. Die Kompetenzen der einzelnen Institutionen sind streng definiert und beinhalten keine Angelegenheiten, die staatliche Belange betreffen. In erster Linie geht es bei der neuen Kompetenzverteilung um die Freiheit von Entscheidungen auf lokaler und regionaler Ebene.

Auch hat sich die Zusammensetzung des Zentralkommandos geändert; es besteht nicht mehr ausschließlich aus Angehörigen des Militärs, sondern es setzt sich nun aus neun gewählten Mitgliedern mit jeweils eigenen Zuständigkeiten und Kompetenzen zusammen. Die Posten sind streng definiert und die Mitglieder werden nicht mehr von den anderen Mitgliedern gewählt, sondern vom Volk.

Eine weitere Reform besteht darin, daß der Führer des Obsidianischen Ordens einen Sitz im Zentralkommando und damit Stimmrecht besitzt. Dieses soll die in der Vergangenheit oftmals fatale Konkurrenzsituation zwischen dem Orden und dem Zentralkommando entschärfen.

Der Führer des Ordens bleibt solange Mitglied des Zentralkommandos, wie er
seine geheimdienstliche Position innehat.


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